tremmel & strauss 001 lux
2009

Der „TS 001 LUX“ ist ein Tor, Durchgang, aber auch Automat. Im Oktober 2009 wurde das Objekt inmitten einer Baustelle am Bahnhof Praterstern für die Ausstellung (Urban Signs - Local Strategies) platziert, wo es den (wartenden, stehenden und gehenden) Passanten als eine Art „Lichtdusche“ diente. Lichtquellen im inneren des Objekts strahlen durch einen möglichst dichten Schnürlvorhang nach außen und verleihen dem Objekt so eine geheimnisvolle Aura, die zum Erkunden und Durchschreiten anregen soll. Im Inneren werden spezielle Tageslichtlampen installiert, die auch therapeutisch gegen Depressionen eingesetzt werden. Der öffentliche Raum wird so zu einem Möglichkeitsraum umfunktioniert, der das alltäglich Treiben am Bahnhof für kurze Zeit ausblendet und vom Besucher als minimalistisches Lichtobjekt betrachtet, als „Positivum“ verwendet oder auch als Zeitmaschine benutzt werden konnte.

In Berlin war der „TS 001 LUX“ Teil eines Projekts, das Barbara Sturm für den Skulpturenpark Berlin_Zentrum kuratierte. Vier Eingriffe österreichischer KünstlerInnen (Iris Andraschek/Huber Lobnig, tat ort (Berlinger/Fiel), Barbara Sturm, Andreas Strauss und Viktoria Tremmel) sollten das urbane Brachland in seiner Identität bestärken und es den mannigfaltigen Konnotationen des Begriffs „Feld“ entsprechend, nicht endgültig definieren und daher vielseitig besetzbar machen.

Eine Lichtdusche, ein natürliches Antidepressivum, ein positives Eigentor gegen Winterblues,
richtet sich an alle mit Stimmungs-schwankungen, an alle Schlafgestörten, aber auch an alle deutlich Appetitgesteigerten, Dynamikverknappten und Reizbaren Libidoverlustlern und Winterdepressiven, sowie an alle saisonbedingten Gemütsgestörten.

Fühlen Sie sich wohl mit Licht und
gleichen Sie Ihren Lichtmangel aus!
Ohne Medikamete!

Gehen Sie rein!
Stellen Sie sich darunter.
Bleiben Sie stehen!
Gehen Sie durch
Lassen Sie sich bestrahlen!
Lassen Sie sich heilen!
Halten Sie sich auf!

Das Sonnenlicht wird durch Lampen mit mehr als 15.000 Lux simuliert.

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